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Arboretum

Das Arboretum ist einer der ältesten Sammlungen Ungarns Von den Arboreten des Komitates Vas erwähnen die frühesten Dokumente das Arboretum in Sárvár als Erstes. Der Vorgänger des heutigen Arboretums wurde im Jahre 1546 als Obst- und Gemüsegarten gegründet.

Dieser Garten blühte bis ins Jahr 1671 als der damalige Landesrichter, Ferenc Nádasdy III., im Zuge der Wesselényi-Verschwörung enthauptet wurde und all seine Besitztümer konfisziert wurden. Somit ging auch die berühmte Gärtnerei unter, aber einige Eichen und Obstbäume wahrten die Erinnerung an die Anfänge. 
1803 kam der Garten wieder in fachkundige Hände. Ferdinand von Habsburg, der Erzherzog von Este-Modena, kaufte die Burg und die dazu gehörenden Gebiete. Es war eine schöne, aber schwierige Aufgabe den praktischen nichtigen Garten anhand seiner Fundamente neu aufzubauen. In einem Teil wurden Obstbäume gepflanzt, in dem restlichen Teil ist der englische Park, unter Erhaltung der alten Eichen und anderer Bäume, schrittweise entstanden. Aus der ersten Ansiedlung (1812) stammen diejenigen Platanen, deren Umfang drei Meter übersteigt. Der Mode der Zeit entsprechend wurden überwiegend Eiben, japanische Akazien und Linden gepflanzt. Das Gyöngyös-Bach, welches durch den Park fließt, dürfte den Gewächsen ein günstiges Klima geboten haben, der Fischteich garantierte den ständigen Wasserpegel. 

Durch Erbschaft kam der Garten (und natürlich auch die Burg) im Jahre 1868 in den Besitz des bayrischen Königs Ludwig. Er brachte die Erfahrungen und das Gedankengut der berühmten bayrischen Fortwirtschaft mit sich. Mithilfe seiner Experten ließ er die um der Stadt liegenden schlechten Weidenwälder umgestalten. Dank ihrer Arbeit sind die Wälder um Sárvár Ungarnweit berühmt. Seine Experten lenkten ihre Aufmerksamkeit aber auch auf die Verschönerung des Burgparks. Károly Scherg, der ungarische königliche Forstingenieur, listet in seinem Schreiben in dem Forstblatt 123 Baum- und Gewächsarten auf. 

Im II. Weltkrieg wurde das Arboretum kaum beschädigt. Die lokale Forstgesellschaft übernahm die Betreuung und führte die wichtigsten Restaurierungsarbeiten durch, als Resultat stellte der Ungarische Nationale Naturschutzrat das Arboretum unter Schutz. Ab dem Jahr 1953 wurde das Wissenschaftliche Forstinstitut beauftragt die Betriebs- und Entwicklungsaufgaben des damals bereits bedeutenden Arboretums zu versehen. Dr. Ferenc Kopeczky begann den Ratschlägen des István Bánó und József Retkes folgend mit den Arbeiten und das Resultat war bereits im Jahre 1967 die Verdopplung der Zahl der Taxa. Seine Nachfolger führten die begonnene Arbeit in ähnlich qualitativer Manier weiter. Zur Zeit befinden sich 300 Baum- und Straucharten im Arboretum. 

Aufgrund der Fauna und des Landschaftsbildes kann das Arboretum generell zweigeteilt werden. Der erste Teil ist das Überbleibsel des ehemaligen Überschwemmungswaldes mit harten Baumstämmen, der inmitten der Stadt ein Bild aus den Zeiten vor der Urbanisierung gibt. Hier stehen 400 Jahre alte Stileichen, hohe Eschen, sowie vereinzelte, hauptsächlich junge Feldulme um den einen Hektar großen Fischteich mit den sonst gewöhnlichen Mischgattungen und Gewächsarten der Hainwälder. 

Der andere Teil des Arboretums ist das Arboretum im klassischen Sinne des Wortes, wo das heutige Bild das Resultat der vor 200 Jahren begonnenen Arbeit an dem englischen Park ist. Die größten Wertschätze des Arboretums befinden sich in diesem Teil. Älteste, beinahe 200 Jahre alte Platane, schwarze Tannen, Eiben, japanische Akazien, Arganbäume und eine riesige einblättrige Esche prägen das Landschaftsbild. Unter den späteren Pflanzungen lenken die 100-130 Jahre alten Magnolien die Aufmerksamkeit auf sich, es gibt aber auch zahlreiche Rhododendren und Azaleen, denen der saure Überschwemmungsboden ideale Bedingungen zum Blühen und Gedeihen bietet. 

Ruderteich

In der Nähe des Thermalbades befindet sich ein Teichsystem bestehend aus vier Teilen mit einer Gesamtwasserfläche von 9 Hektaren.

Sie umrahmen fünf Inseln verbunden durch fünf Brücken. Auf den Inseln nesten Wasservögel (Stockenten). Gästen bietet der Teich Möglichkeiten zum Angeln und Bootsfahren im Sommer, sowie Schlittschuhlaufen im Winter.